Wer kennt's: sonntags schlechte Laune, weil morgen Montag ist!?
- Angie

- 21. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Vom sicheren Konzern-Jobs in die Selbstständigkeit – und keine Sekunde bereut
Julia und ich hatten vor unserer Selbstständigkeit alles, was man im klassischen Sinne „Erfolg“ nennt: sehr gutes Gehalt, Firmenwagen, Teamverantwortung, Projektverantwortung. Julia leitete Großprojekte in der Automobilbranche mit bis zu 100 Menschen – erfolgreich, sichtbar, ehrgeizig. Und das als Frau!!! Ich selbst führte als Key Account Managerin in der Molkerei-Branche ein Team, feierte Erfolge und verdiente, von dem viele nur träumen.
Und trotzdem merkten wir beide: Und das soll ich bis zu meiner Rente machen? Jede Woche die selbe Sch…..? Nee danke.
Irgendwie hangelt man sich ja von Wochenende zu Wochenende. Kennt ihr das? Freitags nachmittags hat man richtig geile Laune, weil man weiß, dass das Wochenende bevor steht. Am Samstag „lebt“ man das einen Tag in der Woche und am Sonntag hat man wieder schlechte Laune weil am nächsten Tag Montag ist. Sorry, aber an diesem System wollten wir nicht teilhaben.
Als ich kurz vor Weihnachten meiner Vorgesetzten „leider“ mitteilen musste, dass ich kündige war sie nur eins: Richtig sprachlos. So sprachlos, dass sie sofort verschwand, um unseren Personalchef aus einem wichtigen Meeting raus zu rufen um mit mir zu dritt über meine Kündigung zu sprechen. „Angie, bist Du Dir sicher. Du bist doch so gut?“ fragten sie. Ich saß da, gelassen, aber innerlich voller Vorfreude: Ja, ich bin sicher. Ich gehe. Ich hatte ein halbes Jahr Kündigungsfrist, Verantwortung hoch zehn – egal. Ich stand zu meinem Wort.
Julia hatte ihr eigenes Drama: Nach einem erfolgreichen Projekt in einem namhaften Automobilkonzern wechselte sie zu einer noch größeren Luxusmarke, weil sie Lust hatte auch mal ein anderes Unternehmen kennenzulernen mit neuen Prozessen, neuen Projekten und neuen Erfolgen. Naja sie merkte schnell: Hier läuft alles anders, und es ist überhaupt nichts für sie. Hierarchie, Männerdomäne, Null Mitbestimmung. Also richtig geil, NICHT! Sie wusste: Ich halte das nicht lange aus.
Wir haben uns lange unterhalten und beschlossen, dass auch Julia kündigen wird. Heute reden wir oft darüber: Wäre das Unternehmen nicht so schlimm gewesen, hätte sie nicht gekündigt und wir wären wohl nicht an dem Punkt wo wir heute stehen. Darf man sich an der Stelle bedanken?! ;)
Tja und dann kam was gaaaaanz tolles. C - O - R - O - N - A. Bäääähm. Glückwunsch. Jackpot.
Wir haben uns 2 Wochen eingeschlossen, zuhause. Die Welt stand still, wir standen vor dem Nichts – und mussten plötzlich alles selbst machen. Was machen wir, wenn niemand mehr rausgeht, wenn alles unsicher ist? Das fühlte sich einfach wie ein falscher Film an.
Die Antwort: ein Lieferservice für Essen. Direkt an die Haustüren, für Menschen, die plötzlich auf uns angewiesen waren. Wir hatten keine Ahnung, ob das funktioniert ich hatte aber langjährige Erfahrung in der Gastronomie (durch meine Eltern) – und wir wurden überrascht. Woche für Woche klingelte das Telefon, kamen die Bestellungen rein, wir kamen kaum hinterher. Ich kann mich noch sehr gut an unserer ersten Anruf auf unserem Geschäftshandy erinnern. War das eine schwere Geburt da dran zu gehen (mehr dazu hier demnächst im Blog).
Das war unser Start: chaotisch, stressig, überwältigend – und trotzdem ein voller Erfolg. Wir haben gelernt: Kündigen kann Angst machen. Globale Krisen können alles durcheinanderwirbeln. Aber wenn du Verantwortung übernimmst, wenn du die Eier hast, deinen eigenen Weg zu gehen, dann entstehen neue Chancen.
So haben unsere ersten Schritte in die Selbstständigkeit ausgesehen – ehrlich, hart, ungeschönt.
Wenn ihr wissen wollt, wie wir weitergemacht haben, was ich genau gesagt habe als der erste geschäftliche Anruf rein kam, welche Fehler wir gemacht haben und was uns stärker gemacht hat, abonniert unseren Newsletter. Wir nehmen euch mit auf jeden Schritt – ohne Filter, ohne Bullshit.
PS: dieser Bericht ist NICHT mit KI generiert
Wer kennt's: sonntags schlechte Laune, weil morgen Montag ist
ohhh jaaaa 🤯
nö, ich liebe Montage 😍
Wahnsinn wie ich da aussehe